Slata Roschal

Slata Roschal

(Foto: Mike Lange)

Geboren 1992 in St. Petersburg/Russland, 1997 Umzug nach Deutschland, zweisprachig aufgewachsen. Studium der Slawistik, Germanistik, Komparatistik in Greifswald, z.Z. Promotion in Slawistischer Literaturwissenschaft an der LMU München. Veröffentlichungen von Lyrik und Kurzprosa in Literaturzeitschriften und Anthologien (54books, Fixpoetry, Signaturen, Lyrikzeitung, außer.dem, mosaik, hEFt, LiteraturSeiten München, [kon], entwürfe u.a.). 2019 erschien ihr Debütband Wir verzichten auf das gelobte Land (Reinecke & Voß, Leipzig 2019). 2020 Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern für Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

153 Formen des Nichtseins

“In Slata Roschals “153 Formen des Nichtseins” finden sich einige der schonungslos ehrlichsten Beschreibungen von Mutterschaft und Autorinnenschaft, die ich kenne. Ihr ganz eigener Stil führt den Lesenden nicht nur die Absurdität von Alltäglichkeiten vor Augen, sondern zeigt auch, wie sich die ganz großen Dinge in mikroskopisch scharfen Beobachtungen spiegeln können.” – Berit Glanz (“Pixeltänzer”)

Slata Roschals Ich-Erzählerin sammelt Ebay-Anzeigen, die das Wort „russisch“ enthalten, korrigiert Stellenaushänge, beobachtet russische Mütter in der Stadt und israelische Verwandte auf Facebook, diskutiert mit Logopäden, besucht arabische Läden und unternimmt 147 weitere Versuche, herauszufinden, wer sie nicht ist, wo andere sie als Russin, Jüdin, Deutsche oder Frau zu lesen versuchen.

Synopsis

Der rote Faden, der sich durch die 153 Formen des Nichtseins zieht, sind biografische, klassisch-erzählende Passagen einer Ich-Erzählerin: Sie erforscht ihre Stellung in sprachlichen, geschlechtlichen Alltagsdiskursen, macht Ausschlussverfahren sichtbar und zeigt mit Humor und freundlicher Ironie auf, wie sämtliche Identitätszuschreibungen von außen ein Gefühl des Ungenügens bei ihr auslösen.

Wie sie damit umgeht? Sie sammelt Ebay-Anzeigen, die das Wort „russisch“ enthalten, notiert Gespräche von Arbeitskollegen, korrigiert Stellenaushänge, beobachtet russische Mütter in der Stadt und israelische Verwandte auf Facebook, besucht arabische Läden, diskutiert mit Logopäden, dolmetscht in einer Psychotherapie für Flüchtlinge, erinnert sich immer wieder an einen traumatischen kindlichen Zustand von Orientierungslosigkeit und Fremdbestimmung, betastet misstrauisch ihren Körper und fragt sich nach einer Definition und dem Wert des eigenen Daseins.

Excerpt

Sind zwar 5 Formen des Nichtseins dazugekommen seit der Auszug auf 54 BOOKS veröffentlicht wurde, aber das ändert ja nichts am Inhalt:

148 Formen des Nichtseins (Auszug bei 54 Books) >>

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