Bekim Sejranovic

Bekim Sejranovic

Geb. 1972 in Brcko, gest. 2020 in Banja Luka. Besuch der Nautischen Schule und Kroatistikstudium in Rijeka. Lebte seit 1993 als Übersetzer (Ingvar Ambjornsen, Frode Grytten, Anthologie norwegischer Kurzgeschichten) abwechselnd im norwegischen Oslo und auf der kroatischen Insel Hvar. Publikationen: Erzählband Fasung (Naklada MD, Zagreb, 2002), Romane Nigdje, niotkuda (Profil, Zagreb 2008), Ljepši kraj (2010, Buybook, Sarajevo / Profil, Zagreb / B92, Belgrad). Tvoj sin Huckleberry Finn (Buybook Sarajevo 2015). Dnevnik jednog nomada (Booka Beograd 2017)

Nirgendwo, nirgendher (Profil 2008) Roman, 254 S.

Ausgezeichnet mit dem Meša Selimovic –Preis 2009

– Tito soll auf der Stelle verrecken, wenn das kein Tor war!

Einen härteren Schwur gibt es in der jugoslawischen Kindheit von Liso, Pele und Dino nicht. Und dann ist Tito eines Tages tatsächlich tot und das Leben ändert sich.

- Ich wusste doch, dass Tito nicht meinetwegen tot war. Er wäre auch so gestorben. Aber ein Tor war es trotzdem!

Synopsis Nirgendwo, nirgendher

Bei Titos Totenwache in der Schule fließt Spucke, bei der Übertragung seiner Beerdigung Tränen und dann bricht der Krieg aus.

Knapp 20 Jahre später arbeitet der Erzähler als Straßenmusiker in Oslo und Fahrkartenverkäufer auf einer der Fähren, die Touristen über den Oslofjord schippern. Abends trinkt er geschmackloses norwegisches Bier mit Lars, einem kahlköpfigen, tätowierten Wikinger, der mit einem Papagei zusammenlebt. Selma taucht auf, “meine künftige Frau“. Selma taucht ab, „meine künftige ehemalige Frau und die Mutter eines Kindes, das vielleicht nicht einmal von mir ist.”

Es gibt kein Ankommen in Norwegen und es gibt keine Rückkehr in ein Land, das es nicht mehr gibt. Nur manchmal gibt es „Hokahe“, das in der Sprache der Sioux „ein schöner Tag zum Sterben“ bedeutet.

Excerpt Nirgends, nirgendwoher

Bekim Sejranovic, Nigdje niotkuda
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Ein schöneres Ende (Profil 2010) Roman

„Als sie gesehen haben, dass ich Alkohol trinke und Schweinefleisch esse, war ich einer von ihnen.“

Spätestens seit seinem Roman Nigdje niotkuda, ausgezeichnet mit dem Meša Selimovic –Preis, gehört Bekim Sejranovic zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren aus Bosnien und Herzegowina.

Synopsis

Er ist ein Bosnier in Oslo, ein Norweger vom Balkan. Hin- und hergerissen zwischen Balkan und Norwegen und auf der Flucht vor sich selbst. Nach der Scheidung von seiner Frau und einem misslungenen Selbstmordversuch lernt er auf dem Osloer Flughafen Catherine, eine Kioskverkäuferin kennen. Ihre leidenschaftliche Affäre ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt, da er zwar an die Liebe, nicht aber an die Beständigkeit glaubt. Auf einer seiner Reisen nach Bosnien trifft er die schwangere Schwester eines entfernten Verwandten. Sie will Bosnien verlassen, um eine arrangierte Hochzeit zu umgehen. Er beschließt, sie zu heiraten, um ihr so zur Aufenthaltserlaubnis für Norwegen zu verhelfen und sie aus dem mit dem Wahhabismus infizierten Dorf zu retten.

Excerpt

Bekim Sejranovic: Ljepši kraj

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