Ann Esswein

Ann Esswein

Ann Esswein. Journalismusstudium. Auslandssemester in Dublin (Visuelle Künste und Kreatives Schreiben). Masterstudium Internationale Humanitäre Hilfe in Uppsala. Seit 2014 freie Autorin. Ihre Texte erschienen u.a. in der ZEIT, Neuen Zürcher Zeitung oder Tagesspiegel. Mehrfach mit dem Netzwerk Recherche-Stipendium für Auslandsreportagen ausgezeichnet. Preisträgerin des Marlies-Hesse-Preises für Abdullas Puppe (Süddeutsche Zeitung Magazin Familie).

Mimikry. Roman (MS, 225 S.)

Stillstehender vor McDonald‘s löst polizeilichen Großeinsatz aus. In der Nacht zum Freitag hatte ein Mann mehr als sieben Stunden ohne Regung vor einem Fast-Food-Restaurant gestanden, wie die Polizei mitteilte. Ein Spezialeinsatzkommando nahm den Mann fest.”

So wird es am nächsten Tag in der Zeitung stehen. Wer ist dieser Mann, der sich schweigend festnehmen und in die Psychiatrie einweisen lässt – ein Gefährder, ein Verrückter oder ein Obdachloser?

Synopsis

Bei seiner Recherche zum Fall des mysteriösen Schweigenden stößt Lokaljournalist Stefan auf auf Hendrika, eine kinderlose Entwicklungshelferin mit Burn-out-Syndrom. Jahre zuvor hatte sie im Gärtnereikiosk einer sozialen Brennpunktsiedlung einen türkischen Gastarbeiter und seinen Sohn Arda kennenlernt. Einige Jahre wird sie zu seiner Ersatzmutter.

Ardas Jugend begleitet die Erzählstimme Johanna: Zahnarzttochter mit destruktiver Sehnsucht nach Arda, der aus einem katholischen Heim kommend Anpassungschwierigkeiten an den Tag legt. Nach der Abifeier im Wald verschwindet er spurlos.

Nach einem Besuch in der Psychiatrie bringt eine Gesichtserkennungs-App Stefan auf die Spur seines Protagonisten.

Johanna, die Ardas Verschwinden nie akzeptiert hat, findet ihn in einem Weglaufhaus. Er nennt sich jetzt Joshua und verlangt von Johanna Stillschweigen über seine Vergangenheit.

Über eine Sozialarbeiterin kommt Stefan Ardas Vergangenheit auf die Spur. Unklar bleibt, ob Arda seinem Vater weggenommen wurde. Stefan möchte daraus eine Story über das „abgehängte Prekariat“ machen.

Joshua versucht, alle Merkmale zu vertuschen, die seine Identität preisgeben: Er lebt obdachlos, mit wechselnden Namen, bricht sich selbst die Nase und verändert seinen Gang, um nicht erkannt zu werden.

Zusammen mit Johanna trampt er über den Balkan nach Griechenland, wo er durch sein Verhalten die TeilnehmerInnen eines Hippie-Festival dazu provoziert, ihn zu auszustoßen.

Stefan glaubt seine Geschichte beisammen zu haben. Die Lücken füllt er über Google-Maps und seine eigene Erfahrung. Porträt eines Einsamen nennt er seine Gesellschaftsanalyse.

Excerpt

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